23.04.2019

Gute Planung – Mit diesen Grundsätzen funktioniert Planung auch in deiner Redaktion

Gute Planung spart Ressourcen, nimmt den Druck und erhöht die Qualität. Schon mit kleinem Aufwand kannst du eine grosse Wirkung erzielen.
Diese Liste basiert auf einem Workshop, an dem Alexander Sautter, Programmentwickler SRF, mitgearbeitet hat.

Gute Planung beginnt beim Nutzer

Denk vom Nutzer/ Output her (wer sind die User, was ist das Bedürfnis und wie viel will das Publikum wann auf welchem Kanal und in welcher Kombination von Kanälen?)

Gute Planung setzt Wissen und Verständnis voraus

  • Über die Strategie des Hauses (sendungsnah oder stand-alone?)
  • Über die Marke / Sendung (für was stehen wir und was machen wir aus diesem Grund und was nicht?)
  • Über die Kanäle und Plattformen (auf welchem Kanal? Kenne die Besonderheiten der verschiedenen Plattformen)
  • Über Tools und Technik (damit die richtige Technologie journalistisch sinnvoll eingesetzt wird und wir Dinge nicht nur deshalb tun, weil es möglich ist).

Gute Planung beginnt bei Geschichten

Denk erst in Geschichten, nicht in Themen! Und erst dann in Kanälen. Und nur ganz selten in Tools!

Gute Planung denkt Cross- und Multimedia von Anfang an mit

  • Crossmedia: Welche Kanäle machen für unsere Geschichten Sinn
  • Multimedia: Wie setzen wir unsere Geschichten im Netz um? (Siehe Storytelling-Tool www.maz.ch/storytelling-tool)

Gute Planung ist langfristig

Online (Multimedia) ist der langsamste Kanal. Der «Langsamste» im Team bestimmt das Tempo».

Gute Planung schont Ressourcen

Gutes Online ist aufwendig. Je weniger Ressourcen, desto mehr Planung.

Gute Planung umfasst auch den Verzicht.

Kill your darlings. Und zwar von Anfang an.

Gute Planung ist verbindlich, klar kommuniziert und nachvollziehbar

Planung muss immer überall für alle Beteiligten nachvollziehbar sein, auch wenn sie erst später einsteigen. Es braucht Mindeststandards für Einträge in ein Planungstool:

  • Gedanken ausformulieren (keine Stichworte), keine Abkürzungen.
  • Übergaben sicherstellen (Zeit für mündliche Nachfragen einplanen).
  • Kommunikations-Regel: Es ist nur kommuniziert, was quittiert ist.
  • Planungsstand (verbindlich) und
  • Planungsprozess (Generierung weiterer Ideen) müssen getrennt sein.

Gute Planung ist Bring- und Holschuld zugleich

Wissen über den Planungsstand ist nicht nur ein Bringschuld des Planers, sondern auch eine Holschuld aller Beteiligten.

Gute Planung ist umfassend und fokussiert.

Sie beantwortet folgende Fragen:
Was (Themen, Form) und was nicht (Verzichtsplanung) bekommt
unser Publikum (unser erweitertes Publikum)
wann (Publikationstermin, Kadenz) auf
welchem Kanal / welcher Kombination von Kanälen (R, TV, O, Social Media, …)?

Gute Planung ist koordiniert

Du kannst es nicht alleine, also beziehe frühzeitig alle Leute mit ein, die du brauchst (wie z.B. Grafik etc). Je früher sie einbezogen werden, desto eher finden sie Zeit.

Gute Planung bezieht bereits Vorhandenes ein

Nutze vorhandenes Material (besser) | Geschichten besser über die Zeit stückeln und neue Zugänge bieten / bündeln.

Gute Planung muss immer einer besseren Geschichte weichen

Trotzdem gilt: Nur wer ein Plan hat, kann ihn auch über den Haufen werfen.

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